MODUS VIVENDI


modus vivendi ist der Name unserer 2007 gegründeten Orgelreihe im Rahmen der Sächsischen Gesellschaft für Neue Musik e.V. Eine Kultur lebt nicht aus dem vermeintlich direkten Kontakt zu Schätzen und Meisterwerken der Vergangenheit, sondern die schöpferischen Kräfte der Gegenwart halten sie lebensfähig. Es ist eine unheilvolle Entwicklung des heutigen Musiklebens, daß in erdrückendem Maße Historisches dominiert und zeitgenössisches Schaffen erstickt wird.
    Wir meinen deshalb: zeitgenössische Orgelmusik muß einen angemessenen Platz im (kirchen)musikalischen Leben haben. Um Strahlkraft entwickeln zu können, darf diese Musik nicht in ein Ghetto verdrängt werden. Unsere Konzeption schlägt einen entgegengesetzten Weg zur vielfach üblichen Praxis vor: Keine "gemäßigte" oder schon allgemein etablierte Moderne, eingebettet in ein Programm scheinbar unverfänglicher, kommerziell risokoloser alter und älterer Musik, sondern - auch vergleichsweise spröde - neue Werke, kombiniert mit dem Angebot der Werkeinführung und des Gesprächs.
   Schwerpunkte des Forums sind zum einen die Unterstützung sächsischer Komponisten; eine besondere Rolle spielt naturgemäß die Interpretation des umfangreichen Orgelwerkes von Jörg Herchet. Seit 2007 wurden durch Reimund Böhmig und Lydia Weißgerber Werke von Michael Flade, Peter Förtig, Reiko Füting, Jörg Herchet, Wilfried Krätzschmar, Alexander Morawitz, Steffen Reinhold, Torsten Reitz, Günter Schwarze, Friedbert Streller und Lydia Weißgerber uraufgeführt. Gastorganisten des Forums waren bisher Gary Verkade (Pitea, Schweden), Dominik Susteck (Köln), Samuel Dobernecker (Bonn) und Matthias Geuting (Essen); als Gastflötistin trat Evelin Degen (Essen) auf. Höhepunkt der bisherigen Aktivitäten war das viertägige Festival zu Jörg Herchets 70. Geburtstag (19.-22.09.2013).
   Der zweite Schwerpunkt von MODUS VIVENDI konzentriert sich in der Person des Komponisten und Organisten .




Copyright 2008 Lydia Weißgerber
Letzte Aktualisierung: 18.02.2014